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Alle Kunststile von Gotik bis Pop Art
Abstrakte Malerei
Unter abstrakter Malerei versteht man die Kunst, die keine Erinnerung hervorruft und keinen Hinweis auf die sichtbare Wirklichkeit enthält; die Malerei löst sich vom Gegenständlichen und gibt damit die Realität auf. 1911 gründete Wassily Kandinsky mit Franz Marc die Künstlergemeinschaft "Der blaue Reiter", der später auch August Macke , Paul Klee und andere Künstler angehörten. Ziel dieser Gruppe war es, die bisherigen Grenzen des künstlerischen Ausdrucksvermögens zu erweitern; auf diese Weise wurde die Grundlage der abstrakten Malerei geschaffen. Wer den Schritt zur reinen Abstraktion als erster vollzog, ist nicht geklärt.
Aktmalerei
Aktmalerei war ursprünglich die am nackten Körper studierten Stellungen und Bewegungen und deren Wiedergabe. Die vor- und frühgeschichtliche Aktbilder kannten fast ausschließlich kultisch-symbolische Bedeutungsgehalte. Das Mittelalter ließ Aktdarstellungen aus religiös-moralischen Gründen nur in seltenen Fällen zu. Zu christlichen Aktbildern traten in der Renaissance die weltlichen, nach antiken Vorbildern häufig mit allegorischer und mythologischer Bedeutung (Apoll, Venus, die drei Grazien). In Italien betrieb die Werkstatt der Carracci als erste in größerem Umfang das Zeichnen und Malen nach dem unbekleideten lebenden Modell.
Amerikanische Malerei
Im traditionellen Zivilisationsverständnis ist die Malerei ein wesentliches Kriterium für den Entwicklungsstand einer Gesellschaft. Zu Unrecht wähnte sich Europa an der Spitze der internationalen Avantgarde: Während 1920 die ersten französischen Impressionisten in die Wälder am Stadtrand von Paris ziehen, um die Freilichtmalerei zu erfinden, war diese Technik bei amerikanischen Malern der Hudson River School schon lange uzo. Trotz all dieser Alleinstellungsmerkmale, gelang es Amerika erst viele Jahre später mit dem Aufkommen des Abstrakten Expressionismus und der Popart, aus dem künstlerischen Schatten Europas herauszutreten.
Art Deco
Im Jahre 1925 wurde eine Ausstellung in Paris unter dem Namen "Exposition Internationale des Arts Décoratifs" durchgeführt, deren Name später für den dort vorherrschend gezeigten Stil übernommen wurde: "Art Déco". Die Ausstellung ging zurück auf eine Initiative führender französischer Künstler, die 1901 die "Société des Artistes Décorateurs" gegründet hatten, und war ursprünglich, durch den Krieg verzögert, schon für 1915 geplant. Dem Art Deco fehlt ein zugrundeliegendes Stilmerkmal oder eine stilbildende Anschauung. Vielmehr handelt es sich, inmitten des allgemeinen Aufbruchs der " Klassischen Moderne ", um eine gestalterische Verbindung von Eleganz der Form, Kostbarkeit des Materials, Intensität der Farben und Sinnlichkeit. Bekannteste Vertreterin des Art Deco ist die polnische Malerin Tamara de Lempicka.
Asiatische Malerei
Wie kaum eine andere Region birgt Asien einen ungeahnten Reichtum an Kunstmalerei, der sich in den unterschiedlichsten Stilrichtungen äußert. Von dem japanischen Künstler und Erfinder des "Manga" Hokusai Katsushika (1760-1849) über die bekannte asiatische Tuschmalerei bis hin zur Aufbruchphase der Moderne Malerei, vertreten durch die Künstler aus den asiatischen Metropolen wie Shanghai. Die Asiatische Malerei gilt als sehr tiefgründige Ausdrucksform. Sie stützt sich auf die grundlegenden Aspekte der asiatischen Kunst: das Weglassen, die Betonung, die Erkenntnis und die Metapher.
Barock
Begründer des Barock, der gegen Ende des 16. Jahrhunderts den Manierismus ablöste, war der Italiener Caravaggio , dessen realistischer Helldunkelstil in ganz Europa bahnbrechend wirkte. Neben der religiösen Malerei traten mit dem Barock weltliche Darstellungen wie Genrebilder und Landschaften stärker hervor. Stilistisch lehnte man sich an die Hochrenaissance an, übersteigerte jedoch deutlich ins Theatralische hinein. Im Mittelpunkt der flämischen Barockmalerei steht Peter Paul Rubens und in der holländischen vor allem Rembrandt . Weitere bekannte Vertreter der Barockmalerei sind Jan Vermeer van Delft , José de Ribera und Diego Velázquez .
Biedermeier
Ursprünglich wurde der Name Biedermeier in der Zeitschrift "Münchner Fliegende Blätter" für die von ihm geschaffenen Philisterkarikaturen verwendet. Philister war der Name für zufriedene Personen, die nicht an Politik interessiert waren und immer im kleinen Kreis blieben. Heute wird das Wort Biedermeier als Stilbezeichnung für die Kunst- und Literaturströmung in dem Zeitraum von etwa 1815 bis etwa 1848 verwendet. Bekannte Maler des Biedermeier waren Hans Thoma - berühmt durch sein Bild " Der Kinderreigen ", Carl Spitzweg und Ferdinand Georg Waldmüller .
Digitale Kunst
Der Begriff Digitale Bildkunst - kurz Digitale Kunst wurde erst in 1990er Jahren gebräuchlich und fällt weitgehend unter ´computergenerierte Kunst` auf zweidimensionale Medien. Die Digitale Kunst entsteht entweder als Nachempfindung und Weiterführung traditioneller Kunststile oder als völlig neue Kunst-Komposition mit dem Computer als weiterführendes Werkzeug. Der Beginn der Digitalen Kunst ist in mehrfacher Hinsicht mit elektronischer Musik verbunden.
Expressionismus
Der Expressionismus im engeren Sinne ging von der Künstlergemeinschaft "Die Brücke" aus, die unter anderem aus den Künstlern Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff und Bleyl bestand und 1905 gegründet wurde. Im Gegensatz zum Impressionismus, erstrebte der Expressionismus eine Kunst des seelischen Ausdrucks an, die als Merkmale kräftige Konturen, Ausdruckskraft der Linien und eine abstrahierende Vereinfachung des Gegenständlichen aufweist. 1911 gründete Wassily Kandinsky mit Franz Marc die Künstlergemeinschaft "Der blaue Reiter", der später auch August Macke , Paul Klee und andere Künstler angehörten.
Futurismus
Dabei handelt es sich um eine italienische Kunstbewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts, der bekannte italienische Maler wie Boccioni , Carrà, Russolo, Balla, Sant'Elia, Azari und Severini angehörten. Ziel dieser Bewegung war es, das Dynamische der Zeit in der Kunst wiederzugeben, so dass zentrale Themen die Erscheinung der Massengesellschaft, die Großstadt und das Tempo des Verkehrs waren. Dieses Ziel sollte mit Techniken wie dem Divisionismus (Zerlegung des Farbauftrages in kleine, nebeneinandergesetzte Tupfen) und dem Kubismus erreicht werden.
Genremalerei
Seit der Antike ist die Genremalerei als eine Art Gegenentwurf zu Historienmalerei und Porträtmalerei verstanden worden, bei dem nicht die großen Ereignisse und Persönlichkeiten, sondern alltägliche Begebenheiten und die Tätigkeiten unbekannter Menschen im Mittelpunkt standen. Genre bedeutete immer realistische Kunst bis hin zum komischen und Bizarren, wobei die Szenen oft moralische Botschaften übermitteln konnten. Stets am Rande der akademischen Kunst angesiedelt, entwickelte sie die Genremalerei seit dem 17. Jahrhundert zu einer der führenden Bildgattungen in Europa.
Gotik
Diese Epoche entstand 1140/50 in der Ile-de-France und löste die romanische Kunst ab. Durch die Gotik kam es zu einer Verfeinerung und neuartigen Eleganz der Kunst, was durch bewegte Linien, leuchtende Farben und einen Hang zu Naturalistik und Realistik der Figurenbilder erreicht wurde. Seit dem 14. und 15. Jahrhundert entstanden vermehrt ?bürgerliche? Themen wie Bildnis und Landschaftsmalerei. Die Gotik wurde schließlich am Ende des 15. Jahrhunderts von der Renaissance abgelöst. Hauptvertreter der Gotik sind Simone Martini, Meister Francke und Gentile da Fabriano.
Historienmalerei
Die Historienmalerei ist eine Kategorie in der Malerei, die geschichtliche Ereignisse, aber auch sagenhafte und dichterische Themen zum Bildgegenstand hat. Historienmalerei im weitesten Sinne hat es zu jeder Zeit gegeben. Im Unterschied zum tatsächlichen Bild der Geschichte kommt es nicht immer auf historische Treue an, sondern es wurden die Illustrationen und Auslegungen durch den jeweiligen Künstler oder auch Auftraggeber wiedergegeben. Bis zum 18. Jahrhundert rechnete man auch die religiösen und mythologischen Darstellungen zur Historienmalerei.
Impressionismus
Der Impressionismus entwickelte sich 1860/70 in Frankreich und breitete sich über ganz Europa aus. Es handelt sich um eine neue und revolutionär wirkende Malweise, bei der die Farbe im Vordergrund steht. In diesem Zusammenhang kam auch die Freilichtmalerei auf, bei der die Wirkung des Lichteinfalls eine entscheidende Rolle spielte. Bekannte impressionistische Künstler waren unter anderem Manet , Monet , Pissarro , Sisley, Degas oder Renoir . Cézanne und van Gogh gehören ebenfalls zu den impressionistischen Künstlern. In Deutschland traten als impressionistische Maler vor allen Dingen Liebermann , Slevogt und Corinth hervor.
Jugendstil
Die Hauptperiode des Jungendstils umfasst die Zeit vom letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts bis zum Jahr 1914. Charakteristisch sind lineare, oft asymmetrische Ornamente floralen oder geometrischen Ursprungs mit deutlicher Neigung zu Verfremdungseffekten, so dass Phantasie und Sinnlichkeit in den Vordergrund gerückt wurden. Hauptvertreter des Jugendstils sind Gustav Klimt , Ferdinand Hodler, Charles Rennie, Mackintosh und Albert von Keller .
Klassische Moderne
Die klassische Moderne ist schwer als eine eigene Stilrichtung zu bezeichnen. Man versteht heute unter der klassischen Moderne künstlerische Neuerungen im Übergang vom 19. Zum 20. Jahrhundert, die als "bleibende Werte" in die Kunstgeschichte eingegangen sind. Zur Klassischen Moderne werden insbesondere Werke des Expressionismus (August Macke, Franz Marc, Amadeo Modigliani , Egon Schiele , Richard Gerstl) Kubismus und Futurismus (Pablo Picasso, Juan Gris , Fernand Leger, Giacomo Balla) sowie die Höhepunkte aus den Bereichen Dada und Surrealismus gezählt.
Klassizismus
Die Klassizismus verbreitete sich zwischen 1750 bis in den frühen Jahren um 1800 in Europa und Nordamerika und zeichnet sich durch das Nacheifern von Greco-römischen Formen aus. Neoklassizistische Künstler versuchten das, was sie als die Trivialität des Rokoko Stiles ansahen mit einem Stil der logisch, ernst und moralisierend im Charakter war, zu ersetzen. Bekannte Vertreter des Klassizismus sind Sir Lawrence Alma-Tadema , Christian Gottlieb Schick, Jean Auguste Dominique Ingres , Ferdinand Kobell, Josef Grassi, Jacques-Louis David und Anselm Feuerbach .
Kubismus
Der Kubismus beruht auf Formprinzipien des späten Cézannes, der als gestalterisches Ziel die Erfassung der Natur durch Zylinder, Kugel und Kegel erstrebte. Picasso machte im Jahre 1907 mit seinem Bild `Les Demoiselles d´Avignon´ den Anfang. Bei der Stilrichtung des Kubismus verlor die natürliche Gegenständlichkeit ihre Bedeutung. Die Farbskala wurde verkleinert und die Formen in kantige Facetten aufgesplittert. Bekannte Vertreter des Kubismus sind neben Picasso auch Umberto Boccioni und Juan Gris sowie einige Bilder von Paula Modersohn-Becker und Otto Müller .
Landschaftsmalerei
Der Begriff Landschaftsmalerei bezeichnet vor allem Bilder mit einer besinnlichen Haltung zur Natur mit ihren vielfältigen, stimmungsvollen Aspekten. Aus dieser Einstellung entwickelten sich die verschiedensten Arten der Landschaftsmalerei mit der Intention, ihre vielfältigsten Aspekte in formaler und farblicher Hinsicht und in ihrer Erlebbarkeit zu veranschaulichen. Von größter Bedeutung für die Entwicklung der Landschaftsmalerei waren die Gemälde von John Constable, William Turner, Caspar David Friedrich und Camille Corot.
Manierismus
Bei dem Manierismus handelt es sich um eine ca. 1520 bis 30 einsetzende künstlerische Strömung, die sich von den klassischen Idealen der Renaissance abwendete. Charakteristisch für diese Stilrichtung sind eine irreale Farbgebung und eine übersteigerte Raumkonstruktion. Der Stil ist vom Hang zum Absonderlichen und bewussten Verrätselungen geprägt, die oftmals als Ausdruck der Angst und Zwiespältigkeit einer die mittelalterliche Glaubenswelt verlassenden Gesellschaft verstanden wird. Bekannte Vertreter des Manierismus sind Giuseppe Arcimboldo , El Greco , Angelo Bronzino, Domenico Beccafumi, Jacopo Pontormo und Jacopo Tintoretto .
Marinemalerei
Die Marinemalerei ist eine spezielle Gattung der Landschaftsmalerei. In der klassische Marinemalerei werden Küsten, Häfen, Großsegler oder Seeschlachten dargestellt. Den Ausgang findet die Marinemalerei in der niederländischen Malerei des 17. Jahrunderts mit Bildern von Peter Bruegel d.Ä. Ihre Hochzeit erreichte die Marinemalerei mit den Bildern von Caspar David Friedrich, William Turner, Winslow Homer und John Constable. Die Bilder der jüngeren Marinemalerei wenden sich bewußt ab von der traditionellen Marinenmalerei. Dargestellt werden abstrakte Stimmungsbilder anstelle von heldenhaften Posen oder angedeutete Segelformen anstatt detailliert gemalter Deckaufbauten.
Moderne Kunstmalerei
Im Unterschied zu den Bildern der "alten Meister", stellen wir in dieser Rubrik die Werke von jungen, talentierten Künstlern. Die hier vorgestellten Kunstbilder sind entweder als Nachempfindung und Weiterführung traditioneller Kunststile entstanden, oder der als völlig neue Kunst-Komposition zu verstehen. Viele der Künstlerinnen und Künstler, die Ihre Werke hier einem breitem Publikum präsentieren, wurden über unser Artist-Publisher-Programm rekrutiert.
Orientalismus
Der Orient, auch Morgenland genannt, ist im traditionellen Sprachgebrauch das Gegenstück zum Okzident bzw. Abendland, womit die europäische Welt gemeint ist. Der Orient wird meist weniger in einem politischen oder geographischen, sondern eher in einem kulturellen Sinne verwendet. Die Welt des Orients inspirierte immer wieder Künstler aller Stilepochen, z.B. Delacroix, Spitzweg und Lawrence Alma-Tadema. Dabei zeigen die künstlerischen Darstellungen auch eigene Wünsche, Sehnsüchte und Vorstellungen, die auf das Morgenland projiziert wurden.
Pinturas Negras
Im Alter von 63 Jahren, zog sich Francisco de Goya endgültig vom spanischen Hof zurück und malte seine epochalen "pinturas negras" (Schwarzen Bilder), die heute im Prado aufbewahrt werden. Sie sind die subjektive Untergangsvisionen in einer finsteren, erkalteten Welt, Sinnbilder einer versehrten, verderbten Menschheit ohne Moral und Gott. Viele folgende Künstler wurden von diesen Bildern inspiriert und reflektierten die Themen der Pinturas Negras in eigenen Werken.
Pop Art
Bei der Pop Art handelt es sich um eine neorealistische Kunstrichtung, die in den 50er Jahren in den USA und in England geprägt wurde. Im Rahmen dieser Stilrichtung wurden Objekte des Massenkonsums zusammengestellt, um die Grenze zwischen Kunst und Alltagsrealität aufzuheben. Banales wurde zur Kunst erhoben und an das Auge des Betrachters herangebracht. Zu den Künstlern der Popart zählen Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Jasper Johns Roy Lichtenstein und Javier Joaquin . In Deutschland wurde Frank Schröter mit seinen Popart Portraits bekannt.
Realismus
Realismus ist die von der Beobachtung der Erscheinungswelt ausgehende Art der Darstellung und wird zumeist im gleichen Sinn wie der Begriff "Naturalismus" gebraucht, jedoch mit dem Unterschied, dass ein gesteigerter Realismus, der sich auf ins Einzelne gehende Wiedergabe eines Naturvorbildes beschränkt, als Naturalismus bezeichnet wird. In der Geschichte der Kunst hat es immer wieder Epochen des Realismus gegeben. Bekannte Vertreter des Realismus sind Francisco de Goya , Wilhelm Leibl Adolf Friedrich Erdmann von Menzel , Gustav Courbet , Corot und Fattori.
Renaissance
Das Zeitalter der Renaissance löste in der Kunst die Gotik ab, indem es zuerst in Italien einsetzt und mit dem Ende des 15. Jahrhunderts alle europäischen Länder erfasste. Diese Epoche lässt sich in die Frührenaissance um 1420, die Hochrenaissance am Anfang des 16. Jahrhunderts und die Spätrenaissance einteilen, die bis 1520/30 andauerte und vom Manierismus gefolgt wurde. Das entscheidende bei dieser Epoche war die Wiedererweckung des klassischen Altertums mit seiner antiken Gestalten- und Formenwelt und dem im Mittelalter verpönten Akt; dennoch blieben die religiösen Aufgaben der Kunst übergeordnet. Michelangelo , Leonardo da Vinci , Sandro Botticelli , Tizian , Albrecht Dürer und Raffael sind sicher die bekanntesten Vertreter der Renaissance.
Rokoko
Im Rokoko wandelten sich die schweren, prunkvoll pathetischen Formen des Barock ins Leichte, Aufgelöste, Zarte und Zierliche. In der Malerei überwogen weltliche Themen wie Feste oder Schäferszenen, so dass die religiöse Malerei noch stärker als bereits im Barock zurückgedrängt wurde. Bekannte Vertreter des Rokoko sind François Boucher , William Hogarth , Thomas Gainsborough und Antoine Watteau .
Romantik
Die Romantik löste um die Wende zum 19. Jahrhundert Aufklärung und Klassizismus ab. Die Romantik hatte ihren Mittelpunkt in Deutschland mit Caspar David Friedrich ; in England hat sich u. a. Joseph Mallord William Turner diesem Malstil verschrieben. Der Begriff "romantisch" wurde zum Sinnbild für das Ahnungsreiche und Gefühlvolle, das den Gegensatz zum Verstandesmäßigen darstellen sollte. Weitere bekannte Vertreter der Romantik sind Eugène Delacroix George Stubbs , Carl Blechen und John Constable .
Stilleben
Zu den beliebten Motiven der Genremalerei gehören auch sorgfältig arangierte "stille" Gegenstände verschiedenster Art wie Blumen, Früchte, Wildbret, Krüge, Gläser, Becher, Musikinstrumente, die nach dekorativen, symbolischen oder formal-kompositorischen Gesichtspunkten angeordnet werden. Stilleben werden häufig als Möglichkeit genutzt, künstlerische Form und Farbprobleme nachzugehen. Oft haben sie eine allegorische Bedeutung, d. h. sie stellen die Blüten oder Früchte nicht nur dar sondern drücken einen Inhalt, der oft moralisierender Natur ist, aus.
Surrealismus
Der Surrealismus wurde erstmals 1917 von dem Schriftsteller Apollinaire für eine künstlerische Richtung, die das Überwirkliche“ erstrebte, benutzt. Die von Breton seit 1921 in Paris geführte Bewegung suchte, im Anschluss an die Psychoanalyse Freuds, die eigene Wirklichkeit des Menschen im Unterbewussten und verwertete Rausch- und Traumerlebnisse als Quell der künstlerischen Eingebung. Henri Rousseau und Félix Vallotton werden häufig als "Grossvater des Surrealismus bezeichnet. Als bekannteste Künstler des Surrealismus sind Dali, Chagall und Miró zu nennen. Die Bewegung verbreitete sich weltweit, verlor jedoch nach 1945 an Bedeutung, so daß Techniken und Methoden des Surrealismus in andere Strömungen eingingen.
Symbolismus
Beim Symbolismus handelt es sich um eine künstlerische Haltung, deren Charakteristikum der Widerspruch zu der jeweils anerkannten Kunstauffassung, wie dem Rationalismus, Realismus oder Naturalismus, ist. Symbole dienten als Ausdrucksmittel und schafften mystische und religiöse Zusammenhänge, so dass Inhalte wie Tod und Eros zu Hauptthemen der Symbolisten wurden. Hauptvertreter des Symbolismus waren unter anderem Arnold Böcklin , Ferdinand Hodler, Odilon Redon und Franz von Stuck .
Viktorianische Malerei
Als viktorianische Malerei wird die englische Malerei zwischen 1837 - 1901, der Regierungszeit Königin Victorias, bezeichnet. Insbesondere die englische Künstlergruppe der Präraffaeliten als auch die englischen Maler des Neoklassizismus übten ab den 1880er Jahren großen Einfluss in ganz Europa aus. Zu den bekanntesten Malern des vorherrschenden Neoklassizismus gehörten Frederic Leighton und Sir Lawrence Alma-Tadema. Die viktorianische Malerei wurde mit dem Aufkommen des deutschen Expressionismus und zunehmend ignoriert.
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