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Nocturne in Schwarz und Gold: Die fallende Rakete von James Abbot McNeill WhistlerNocturne in Black and Gold: The Falling Rocket (deutsch: Nocturne in Schwarz und Gold: Die fallende Rakete) ist ein tonalistisches Öl-Gemälde des US-amerikanischen Malers James McNeill Whistler, das in die Geschichte der Kunstkritik eingegangen ist. In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts gab es in London an der Themse in Chelsea einen Unterhaltungspark namens Cremorne Gardens, den der in London lebende und arbeitende Whistler gern besuchte. In diesem Park wurden nachts Feuerwerke veranstaltet. Dies nahm Whistler, der in dieser Zeit gerne Nachtstücke malte, zum Anlass, dieses Nocturne zu erstellen.[1] Das Bild stellt einen Park bei Nacht dar, links eine Baumgruppe, im Vordergrund und im Mittelgrund eine Anzahl Menschen, die das Feuerwerk beobachten.[1] Schwach ist der Feuerwerks-Pavillon zu sehen.[2] Am Himmel sind die zu Boden fallenden Raketen zu sehen. Die Komposition lässt Anklänge an Japanisches erkennen.[1] David Park Curry nennt dieses Nocturne eine der modernsten Arbeiten ihrer Zeit und sagt unter Anspielung auf das berühmte Urteil John Ruskins: ?[It] was more than a pot of paint flung in the face of an unreceptive public. It was an incendiary cocktail tossed by an aesthetic terrorist. The appropriate musical reference might have been not an ?harmony? but a battaglia.? ?[Es] war mehr als ein Topf Farbe, der einem unempfänglichen Publikum in das Gesicht geschleudert wurde. Es war eine Brandbombe geworfen von einem ästhetischen Terroristen. Die passende musikalische Analogie wäre nicht eine ?Harmonie?, sondern eine Battaglia.? Curry spielt mit diesem Vergleich zu einer barocken Musik, die den Kriegslärm imitiert, auf den Zusammenhang zwischen Feuerwerk und Schlachten an.Auch eine Ausstellung des Werkes in Amerika 1883 bis 1884 war von einem Eklat begleitet. Die Signatur Whistlers, ein stilisierter Schmetterling, befindet sich nicht auf dem Bild, sondern auf dem Rahmen (siehe auch die Venezianische Szene unten in diesem Artikel). Ein weiteres Nocturne in Schwarz und Gold mit dem Zusatz Die Gärten zeigt ebenfalls den Cremorne Garden. Die Namensgebung [Bearbeiten]Whistler nannte viele seiner Werke Nocturnes, Symphonien, Harmonien oder Kompositionen, um damit eine Verbindung zwischen der Malerei und der Musik zu verdeutlichen.[4] Ein Beispiel ist auch sein berühmtestes Werk, das Arrangement in Grau und Schwarz: Porträt der Mutter des Künstlers. Mit dieser Art der Benennung seiner Arbeiten traf er wiederholt auf Unverständnis oder Ablehnung. Vor Gericht erklärte Whistler selbst den Namen so: ?Es ist zuvörderst eine Komposition aus Linie, Form und Farbe?Ich habe verschiedene Nachtstücke gemalt und das Wort ?Nocturne? gewählt, weil es die ganze Reihe verallgemeinernd und vereinfachend benennt.? ?HOW pleasing that such profound prattle should inevitably find its place in print! ?Not precisely a symphony in white....for there is a yellowish dress....brown hair, etc. ....another with reddish hair....and of course there is the flesh colour of the complexions.? Bon Dieu! did this wise person expect white hair and chalked faces? And does he then, in his astounding consequences, believe that a symphony in F contains no other note, but shall be a contuinued repetition of F, F, F.?....Fool!? ?WIE erfreulich, dass so profunde Plapperei unweigerlich ihren Platz im Druck findet! ?Nicht genau eine Symphonie in Weiß....denn da ist ein gelbliches Kleid....braunes Haar, etc. ....eine andere mit rötlichem Haar....und natürlich ist da die Fleischfarbe der Gesichter.? Guter Gott! hat diese weise Person weißes Haar und kreidebleiche Gesichter erwartet? Und glaubt er dann, in seinen erstaunlichen Konsequenzen, dass eine Symphonie in D keine andere Note enthält, außer einer andauernden Repetition von D, D, D.?....Depp!? Whistler gewann den Prozess, erhielt aber nur einen Farthing, die kleinste im Umlauf befindliche Münze, im Wert von einem viertel Penny, als Entschädigung und musste die Gerichtskosten selber tragen.[10] Er hatte darauf spekuliert, aus dem Prozess Einnahmen zu erzielen, und so wird dies häufig als Grund für seinen Bankrott angegeben. Allerdings hatte er bereits im Frühjahr einen Gönner verloren und die Kosten für den Bau seines Hauses, des The White House, erhöhten sich über das angesetzte Budget, was erheblich zu seinen Geldproblemen beitrug. Auch seine gesellschaftliche Reputation hatte erheblich Schaden genommen. Venezianische Szene, 1879, links neben der Gondel ist Whistlers Signatur, ein stilisierter Schmetterling, zu sehenIn der Folgezeit begab Whistler sich für 14 Monate nach Venedig, wo zahlreiche Arbeiten entstanden. Nach seiner Rückkehr nach London konnte er seinen Ruf wiederherstellen. 1890 verarbeitete er den Prozess und andere Ereignisse in dem Buch Die artige Kunst sich Feinde zu machen. Web links |
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