Bilder Kunstdrucke Poster Bilder Kunstdrucke Poster
Warenkorb
CANVAS Canvas Poster QUADRI, STAMPE D'ARTE e POSTER Quadri,Stampe d'Arte e Poster REPRODUCTIONS DE TABLEAUX Bilder Bilderrahmen Bilder & Bilderrahmen Bilder Bilderrahmen
 Stichwort-Suche
Bilder Bilderrahmen » Alle Künstler von A-Z
» Alle Epochen & Motive
Bilder Kunstdrucke Poster
Bilder Kunstdrucke Poster
Bilder Kunstdrucke Poster
Kunstdrucke
Kunstdrucke
Poster
Poster
Bilder
Poster
Kunstdrucke Poster nach Kuenstler
Kunstdrucke Poster nach Kuenstler
Kunstdrucke Poster nach Kuenstler

Höllensturz von Pieter Brueghel d.Ä



Der Höllensturz, auch Engel(s)sturz genannt, ist ein zentrales Motiv sowohl der christlichen als auch der jüdischen und islamischen Eschatologie sowie der christlich-abendländischen Kunst. In allen drei großen monotheistischen Weltreligionen ist die Vorstellung eines abtrünnigen Engels verbreitet. Die islamische Variante (Iblis) ist freilich korrekterweise als Dschinn zu bezeichnen, da Engel im Islam mangels freien Willens gar nicht abtrünnig werden können. Der Engel/Dschinn wird für seine Auflehnung mit der Vertreibung aus dem Himmel durch Gott und seine übrigen Engel bestraft. Häufig wurde dieser gefallene Engel dann mit Luzifer, Satan oder dem Teufel in Verbindung gebracht, der nach Lk 10,18 ebenfalls ?vom Himmel gefallen? sein soll. Als Gründe für den Fall des Engels werden genannt: Streben nach Gottgleichheit: Im Buch Jesaja (Jes 14,12) ist von einem - später mit einem Engel identifizierten - König die Rede, der sich über Gott erheben wollte und dafür in die Hölle fuhr: ?Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie bist du zur Erde gefället, der du die Heiden schwächtest! Gedachtest du doch in deinem Herzen: Ich will in den Himmel steigen und meinen Stuhl über die Sterne Gottes erhöhen; ich will mich setzen auf den Berg des Stifts, an der Seite gegen Mitternacht; ich will über die hohen Wolken fahren und gleich sein dem Allerhöchsten. Ja, zur Hölle fährest du, zur Seite der Grube.? (Luther-Übersetzung 1545)
Stolz: Ezechiel (Ez 28,14) berichtet von einem ?glänzenden, schimmernden Cherub?, dessen ?Herz sich hob ob seiner Schönheit?. Daraufhin hat er sich versündigt und durch ?Missetat? und ?unrechten Handel? sein Heiligtum entweiht. Das Motiv geht möglicherweise auf kanaanitische Wurzeln zurück und knüpft an die Gottheit Shahar an.
Weigerung, dem Menschen Respekt zu bezeugen: Nach anderer Lehre gebot Gott nach Erschaffung des Menschen seinen Engeln, vor diesem niederzuknien. Einige Engel aber weigerten sich, da der Mensch aus niedrigerem Stoff gemacht sei als sie selbst. Biblische Belege für diese Version gibt es nicht. Ihren Ursprung hat sie vielmehr wahrscheinlich Buch Adam und Eva ([1]), einem apokryphen Text aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. In ihm bekennt der Teufel gegenüber Adam, er hasse die Menschen deshalb, weil er ihretwegen aus dem Himmel vertrieben worden sei. Nach anderer Version (siehe auch: John Milton: ?Paradise Lost?) rebellierte die Mehrheit der abtrünnigen Engel bereits zu dem Zeitpunkt, als der Plan Gottes, den Menschen zu erschaffen, unter ihnen bekannt wurde. Der Gedanke tauchte vorher bereits im Koran auf. In Sure 38,72ff. verweigert Iblis dem Menschen seine Reverenz, da er wie der Erzengel Michael aus Feuer, der Mensch aber nur aus Lehm geschaffen sei. Daraufhin wird er verbannt.
Willensfreiheit: Nach dem Kirchenvater Origenes verleitete die ihnen eingeräumte Willensfreiheit einige Engel dazu, sich mehr und mehr von Gott zu entfernen. Einige wurden dadurch zu Menschen oder gar zu Dämonen und mussten deshalb aus dem Himmel vertrieben werden - nicht ohne die Möglichkeit zu haben, durch Tugend und gottgefälliges Leben dorthin zurückzukehren. Origenes wurde u. a. wegen dieser Lehren als Häretiker exkommuniziert. Lust: Nach dem apokryphen Buch Henoch ist es sexuelle Lust, die den Sturz der Engel herbeigeführt hat. Gott hatte die Grigori, eine bestimmte Engelgruppe, damit beauftragt, den Erzengeln bei der Schaffung des Garten Eden zu helfen. Auf die Erde herabgestiegen, verliebten sie sich jedoch in die Menschentöchter, verrieten ihnen himmlische Geheimnisse und zeugten mit ihnen sogar Kinder, das Riesengeschlecht der Nephilim (vgl. hierzu auch Gen 6,1). Darüber war Gott so erzürnt, dass er die Grigori aus dem Himmel verstieß, ihnen ihre Unsterblichkeit nahm und sie in Dämonen verwandelte. Die Sintflut sandte er nicht zuletzt, um das Geschlecht der Nephilim auszulöschen. Daneben hat Höllensturz noch eine dritte Bedeutung: Sie bezieht sich nicht auf die Vertreibung Satans und seines Gefolges aus dem Himmel, sondern auf die Verdammung der Sünder beim Jüngsten Gericht. Sie stellt das Gegenstück zur Aufnahme der Gerechten ins Paradies dar.

Im Christentum ist die Idee insbesondere in Offb 20,12ff. verankert. Hiernach werden die Toten ?gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken (...) Und so jemand nicht ward erfunden geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl.? Wenn die Stelle auch etwa von den Katholiken auf der einen Seite und den Calvinisten auf der anderen höchst unterschiedlich interpretiert wurde, so gilt nach kirchlicher Lehre, dass nur ein Teil der Menschheit erlöst wird und der andere infolgedessen der ewigen Verdammnis in der Hölle anheimfällt. Im Islam finden sich ähnliche Gedanken u.a. in der 75. Sure des Koran (al-qiy?mah ?Die Auferstehung?). Weniger ausgeprägt ist die Scheidung in ?Sünder? und ?Gerechte? im Judentum, das allenfalls ein Fegefeuer (Gehinom), nicht aber eine Hölle im christlichen Sinne kennt. Verstöße gegen Gottes Gebot werden eher durch die ?Trennung vom Volk? bestraft (vgl. etwa Gen 17,14, Ex 31,14) als durch die Verbannung an einen Ort der Gottferne.

Web links
Quelle: Wikipedia.de
Poster, Kunstdrucke und Gemälde-Repliken von Pieter Brueghel d.Ä
Gemäldeansicht: "Höllensturz" von Pieter Brueghel d.Ä

« zurück zur Übersicht
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z  

Bilder Kunstdrucke Poster
Bilder, Gemälde, Kunstdrucke und Poster bei WOOOP.de: Über 100.000 Bilder in allen gängigen Formaten als Poster, Kunstdruck oder hochwertige Gemälde Reproduktionen.
Bilder A-Z | WebTipps | Copyright © 2002 - 2012 | Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung von Texten und Abbildungen ist ohne schriftliche Zustimmung nicht genehmigt.