Freskomalerei oder Frischmalerei (it.: al fresco, "affresco" = ins Frische) ist eine Form der Wandmalerei, bei der die Farben in den frischen Putz aufgetragen werden, wobei sie sich unlöslich mit dem Untergrund verbinden (al fresco). Das fertige Wand- oder Deckenbild wird Fresko genannt. Umgangssprachlich werden von Nichtkunsthistorikern mitunter Wandmalereien, egal ob in trockener (al secco) oder feuchter (al fresco) Malweise, als Fresken bezeichnet. Bei der al fresco-Malerei werden Farbpigmente in Kalkwasser (Kalkfarben) angerührt und auf den noch frischen, also feuchten Kalkputz aufgetragen. Dabei vermengen sich die Kalkteilchen im Putz mit den Kalkteilchen in der Kalkfarbe. Beim Abbinden (Trocknen, Festwerden) entsteht eine homogene Kalkputzschicht mit eingearbeiteten Farbpigmenten.
Die Farbe kann nicht wie bei der so genannten Seccomalerei (Wandmalerei auf die trockene Wand) abblättern. Die Technik ist aufwendiger und schwieriger, da Putz und Farbe jeweils am selben Tag aufgetragen werden müssen und es keine Möglichkeit der Korrektur gibt. Einzelne Motive des Gesamtfreskos werden jeweils an einem Tag bearbeitet, das so genannte Tagewerk (giornata). Der Putz des nächsten Tages muss ganz vorsichtig bis an den bereits eingefärbten Putz des Vortages herangebracht werden, um nicht das bestehende Werk zu zerstören. Die dadurch entstehenden Stöße zwischen den einzelnen Tagewerken sind bei Streiflicht gut zu erkennen. Die erste historisch nachweisbare Freskomalerei stammt aus dem historischen Persien zur Zeit von Kyros II. In den historischen Gemäuern von Persepolis wird bildlich der Sieg über die babylonischen Truppen, die Eroberung Jerusalems und die Befreiung der versklavten und verschleppten Juden aus ihrer babylonischen Gefangenschaft dargestellt. Beliebt war die Freskomalerei in der Antike. Gut erhaltene Beispiele finden sich in Pompeji, z.B. in der Mysterienvilla und Herculaneum. Judaskuss von Giotto di Bondone in der Cappella degli ScrovegniIm Mittelalter wurde seit Giotto gerne mit einer Mischtechnik von fresco und secco gearbeitet. Gut erhaltene Beispiele finden sich in der Cappella degli Scrovegni in Padua und in der Basilika San Francesco in Assisi. In der Renaissance und im Barock wird dann fast ausschließlich wieder ?al fresco? gearbeitet. Berühmte Beispiele sind die Sixtinische Kapelle mit dem bedeutendsten Freskenzyklus des Abendlandes von Michelangelo und diejenigen von Raffael im Vatikan.
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Quelle: wikipedia.de
Fresko in der Sixtinischen Kapelle in Rom, Szene: Die Versuchung Christi
Fresko in der Sixtinischen Kapelle in Rom, Szene: Die Bestrafung der Leviter
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