Cryptographic Art ist ein zeitgenössischer Kunststil aus Deutschland. Sie wird zugeordnet zur Bildenden Kunst und ist aktuell in Zeichnung, Malerei, Fotografie und Film vertreten Wie früher bereits in der indischen Kultur, so gewinnt auch im Westen z.B. in Grundlagenforschung, Physik und Philosophie die Erkenntnis zunehmend an Bedeutung, dass die jeweils eigene Wahrnehmung des Universums, der Welt, der Umgebung und auch des eigenen Seins individuell ist und verschieden zu jedem anderen Menschen. Die Wahrnehmung ist also nicht absolut, nicht allgemeingültig und sie ist weder richtig noch falsch. Der Mittelpunkt des Universums liegt also in der individuellen Wahrnehmung. Und damit gibt es so viele Mittelpunkte, wie es Wahrnehmende gibt..... Die Wahrnehmung von Kunst ist ebenso individuell. Gerade in einer Kultur die stark kategorisiert, klassifiziert und manchmal oberflächlich erscheint, ist dies für die meisten Menschen ein ungewöhnlicher Gedanke. Und hier setzen die Künstler dieser Kunstrichtung an. Sie wollen mit Ihrer Kunst dem Betrachter die Möglichkeit erleichtern verschiedene Ebenen des Betrachtens, des Wahrnehmens einzunehmen. Anders als ein großer Teil der aktuellen, eher plakativ zu nennenden Kunst, soll bei der Cryptographic Art auch nach mehrmaligen Betrachten immer wieder etwas Neues entdeckt werden können und dadurch der Betrachter möglicherweise auch in sich selbst etwas Neues entdecken....Hier Originalsätze der Künstlerin Karin Hoerler:
Wenn ich die Welt wahrnehme als eine Ungewissheit, als ein Etwas, daß sich permanent verändert - wo die Grenze zwischen den Dingen fließend ist und ihre Zuordnung zu einem sprachlich definierten Begriff schwierig ist - dann, aus dieser Ungewißheit entstehen meine Cryptographien. Dieser Ungewißheit ist auch der Betrachter ausgesetzt und verwandelt sie sogleich in eine Gewissheit. Wo der EINE Bäume erblickt, sieht der ANDERE Dämonen. Wo die Eine einen Garten bemerkt in Afrika, sieht der Andere nur Hiroglyphen. Keine dieser Sichtweisen ist falsch oder die Missinterpretation eines vorgegebenen Bildsinns. Sondern genau dies ist der beabsichtigte Bildsinn - einen Spiegel anzubieten für die inneren Bilder der Betrachter. In den Cryptographien oszillieren die Dinge zwischen Auflösung und Abgrenzung. Wo hört der Baum auf und fängt der Himmel an? Die Welt wird zu einem Muster, sie besteht aus Elementen, die sich partiell zu Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen verdichten. Sie verwandeln sich in Ornamente, in Partikel im Raum und bilden erneut lesbare, benennbare Dinge - ein Auto, eine Treppe, ein Haus oder Gras. Durch Spiegelungen und scheinbare Verzerrung verliert die Illusion der Darstellung von dreidimensionaler Welterfahrung auf zweidimensionalem Bildträger an Kraft. Die sich bildenden Muster erinnern an eine Bilderschrift, an eine Geheimschrift, die weitere verborgene Informationen enthält.
Von ?http://de.wikipedia.org/wiki/Cryptographic_art?
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Quelle: Wikipedia.de
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