Adam Elsheimer, geboren am 18. März 1578 in Frankfurt am Main, gestorben am 11. Dezember 1610 in Rom, war der bedeutendste deutsche Maler des 17. Jahrhunderts.
Nach seiner Ausbildung in seiner Heimatstadt bei dem Maler Philipp Uffenbach und einer Studienreise mit kurzen Aufenthalten in München und Venedig ließ er sich im Jahr 1600 in Rom nieder, wo er bis zu seinem Lebensende blieb.
Seine ausschließlich kleinen Bilder sind stets auf Kupfer gemalt und von miniaturhaft feiner Ausführung. Er bevorzugte religiöse und mythologische Themen, häufig verbunden mit Landschaften in poetischer Stimmung. Er begründete damit einen neuen Stil in der europäischen Landschaftsmalerei. Infolge seines frühen Todes ist sein Lebenswerk nur klein geblieben, auch weil er nur sehr langsam arbeitete und von Melancholie geschwächt war. Von seinem künstlerischen Werk ist ein weitreichender Einfluß ausgegangen, der sich besonders in Italien (Claude Lorrain) und den Niederlanden (Rubens, Rembrandt) auswirkte.
Adam Elsheimer zählt zu den ersten Malern, die das Firmament sehr naturgetreu dargestellt haben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war er am 16. Juni 1609 gegen 21.45 Uhr damit beschäftigt, den Himmel über Rom mit einem Fernrohr zu betrachten. Seine Beobachtungen brachte er auf dem Bild ?Die Flucht nach Ägypten? zum Ausdruck. Dies haben Naturwissenschaftler des Deutschen Museums in München im Jahr 2005 herausgefunden. Vollmond und Sterne der Milchstraße entsprechen auf dem Bild der exakten Neigung von 35 Grad zum Horizont
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