Füssli, Johann Heinrich, Maler, geb. 7. Febr. 1742 zu Zürich, gest. 16. April 1825 in Putney Heath, studierte Theologie und erwarb sich große Gewandtheit in den alten und neuern Sprachen, widmete sich aber zugleich auch der Malerei. In London lernte er 1767 Sir J. Reynolds kennen, welcher ihn ermutigte, sich der Malerei zuzuwenden. 1770 ging Füssli nach Rom, wo er, mit Winckelmann und Mengs verkehrend, vornehmlich Michelangelo studierte. Als er 1779 nach London zurückkehrte, war er bereits ein gefeierter Künstler. 1788 in die Akademie aufgenommen, schuf er neun Gemälde zur Boydellschen Shakespeare-Galerie und einen Cyklus von 47 Bildern zu Miltons "Verlornem Paradies". Neben Reynolds und West war Füssli damals der gefeiertste Maler in England; doch übertraf er beide an Tiefe und Kühnheit der Empfindung, an sinnvoller und kunstgerechter Anordnung und an Sicherheit und Festigkeit der Zeichnung. Aber es mangelten ihm Geduld und Fleiß in der Ausführung, und über der Sucht, zu überraschen, zu blenden und Dinge, die nur ins Reich der poetischen Darstellung gehören, in Gestalt und Farbe zu bringen, kam er zu keiner vollendeten Schöpfung.
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Informationen zur Ausstellung "Gothic Nightmares" in der Londoner Tate Gallery
Die Ausstellung "Gothic Nightmares" in der Londoner Tate Gallery
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