Heute gilt Piero della Francesca (1410-1492), der so lange verkannt wurde, als einer der genialsten Maler der Spätgotik bzw. Frührenaissance. Vielleicht mußten erst Cezanne und der Kubismus kommen, um uns aufmerksam zu machen auf seinen unnachahmlichen Gebrauch von Farbe und Form. Seiner Geburtsstadt Sansepolcro in Umbrien blieb Piero della Francesca, abgesehen von einigen Reisen, bis an sein Lebensende treu. Im Jahre 1442 wurde er Mitglied der Priori ( Rat der Stadt), ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehatte. Sein frühestes Bild ist die Madonna della Misericordia in Sansepolcro. Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung sind seine Fresken in der Kirche San Francesco in Arezzo: "Der Traum Konstantins", "Die Königin von Saba betet das Kreuzholz an" sowie die weltberühmte "Maria der Geburt". Das letzte Dokument, das seine Aktivität als Maler bezeugt, stammt aus dem Jahre 1478. Zu seinen Schülern gehörten Luca Signorelli und Pietro Perugino sowie der Mathematiker Luca Pacioli. Piero della Francesca starb 1492 erblindet und vereinsamt in seinem Geburtsort.
Web links
www.pierodellafrancesca.it
www.bautz.de
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