Johann Friedrich Overbeck wurde am 3.7. 1789 in Lübeck geboren und starb am 12.11.1869 in Rom. 1806-1810 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er sich auf Anregungen von E. Wächter mit der italienischen Malerei (Perugino, Raffael, Correggio, Tizian) auseinander setzte. Der Freundschaft mit Franz Pforr verdankt er die Hinwendung zur deutschen Malerei (Albrecht Dürer, Lukas Cranach, Hans Holbein d. J.). 1810 brach er aus Unzufriedenheit mit dem an der Akademie gelehrten Klassizismus das Studium ab und zog gemeinsam mit Franz Pforr und Ludwig Vogel nach Rom. Johann Friedrich Overbeck war Mitbegründer der Nazarener. Die Nazarener (auch Lukasbrüder genannt), war eine künstlerische Richtung Anfang des 19. Jahrhunderts, die sich die Erneuerung der Kunst auf religiöser Grundlage zum Ziel gesetzt hatte. Als patriarchalische Gestalt von zahlreichen Schülern verehrt, hielt Johann Friedrich Overbeck bis zu seinem Tod am konservativen Ideal der frühen Jahre fest, selbst als die religiöse Malerei der Spätnazarener längst durch Nachromantik und Realismus überholt war. Overbeck wirkte durch das ganze 19. Jahrhundert stark auf die religiöse Kunst und prägte den Christus-Typus der Zeit, der durch unzählige Reproduktionen Verbreitung fand.
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www.artnews.de
Das Goethezeitportal: Overbeck, Friedrich
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