Der Radierer, Maler, Bildhauer, Schriftsteller und Musiker Max Klinger kam am 18. Februar 1857 als Sohn des wohlhabenden Seifensieders Louis Klinger und seiner Frau Auguste in Leipzig zur Welt. Die materielle Sicherheit, die das Elternhaus bot, versezten Max Klinger in die Lage, seinen künstlerischen Neigungen nachzugehen. 1874 verließ der 17jährige seine Heimatstadt, um in Karlsruhe ein Kunststudium aufzunehmen. Hier wurde er Schüler von Karl Gussows, dem er auch 1875 nach Berlin folge. Gussow galt als der bedeutendste Vertreter des Realismus seiner Zeit und genoß insbesondere auch als Portraitmaler eine hohe Wertschätzung. Ebenso Stärkeren Einfluß auf die Malerei Max Klingers übten Adolf Menzel (1815-1905) und Wilhelm Leibl (1844-1900) aus. Max Klinger - der zeitweise auch Mitglied der Berliner Secession war - gilt als der letzte Vertreter der Malerei des Idealismus, deren klassische Formgebung er durch einen stark naturalistischen Stil ersetzte, was in Verbindung mit symbolischen Themen zu einem zwiespältigen Ausdruck führte. Hauptwerke: "Das Urteil des Paris" 1886/87; "Christus im Olymp" 1897; "Arbeit, Wohlstand, Schönheit" 1918. Sein bildhauerisches Hauptwerk ist das Beethoven-Denkmal (1886-1902) im Leipziger Museum mit dem Versuch einer Erneuerung der antiken Polychromie. Max Klinger starb am 5. 7. 1920 Großjena bei Naumburg. Nach zahlreichen Reisen kehrte Klinger erst 1895 nach Leipzig zurück und baute er sich in Großjena bei Naumburg Haus und Atelier, um wieder in Ruhe arbeiten zu können. Dort starb Max Klinger am 4.7. 1920.
Web links
Medien Kunst Netz | Max Klinger
www.bautz.de
Fine Arts Museums of San Francisco
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